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Kurzbeschreibung

Wer kopiert den Knochenmann?Berlin wird von einer Mordserie erschüttert. Der Täter stellt Filme ins Internet, auf denen zu sehen ist, wie er seine Opfer quält. Dann lockt er Journalisten zu den Leichen. Vieles deutete auf einen Zusammenhang mit den Ausländerhetzkampagnen des Innensenators hin. Kommissarin Sera Muth und ihr Ermittlungsteam ziehen den Polizeipsychologen Dr. Babicz hinzu. Diesem kommt das Vorgehen des Täters vertraut vor. In den USA hatte er bei der Überführung eines Mörders mitgewirkt, der seine Opfer bei lebendigem Leib häutete. Ist der „Knochenmann“ nun zurück?

 

Inhalt: Der Innensenator Lahnstein sorgt mit ausländerfeindlichen Äußerungen für große Aufregung. Die deutsch-türkische Ermitterlin Sera Muth wird hinzugerufen um einen Ehrenmordversuch aufzuklären. Zeitgleich wird Berlin von einer Mordserie erschüttert. Der Mörder filmt seine Opfer beim foltern um diese Videos dann, der Presse zu schicken. Um diesen Fall zu lösen wird Robert Babicz hinzugerufen, der erst vor kurzem zurück aus den USA gekommen ist. Dort war er an der Auflösung eines Falls beschäftigt, der der Mordserie in Berlin sehr ähnlich ist.

 Meine Meinung: Der Autor Marcel Feige schafft es, mich von der ersten Seite an zu fesseln. Sowohl der Schreibstil, das Tempo und die Charaktere sind interessant und machen neugierig auf mehr. Es werden viele einzelne Personen beschrieben und viele Fäden werden ersteinmal lose benannt um später zu einem großen Ganzen verknüpft zu werden. Die deutsch-türkische Ermittlerin Sera Muth kümmert sich um einen scheinbaren Ehrenmord Versuch und dabei gerät ihr Privatleben nahe an die Ermittlungen heran. derAutor weiß es, dem Leser das türkische Umfeld der Ermittlerin nahe zu bringen und man sieht alles genau vor sich und meint schon fast, die türkische Sprache zu hören. Robert Babicz hat eine geheimnisvolle Vergangenheit und erst im Laufe der Geschichte wird diese Stück für Stück gelüftet. Er soll sich um die Morde kümmern und Zusammenhänge finden. Der Leser räteselt mit Robert und auch über Robert und steckt so tief in einem Sog voller Rätsel. Eine düstere Aura umgibt diese Geschichte und fast jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger und so erwischte ich mich dabei, wie ich oft dachte “ Noch ein Kapitel. Okay noch eins. Das letzte und dann ist Schluss“ und ich las und las und las. Marcel Feige versteht es, dem Leser alles bildlich vor Augen zu führen und mit seiner kräftigen Bilddsprache das innere Kopfkino zu aktivieren. Die Morde sind so beschrieben, dass es nicht genaue Details braucht um dem Leser zu erklären was passiert ist. Er braucht keine Massen an Blut, genaue Folterbeschreibungen etc. um zu fesseln. Was ich besonders toll finde ist, dass man als Leser miträtseln kann und seine eigenen Schlüsse ziehen kann. Es kommt kein super überraschendes Ende und alles ist die ganze Zeit über nachvollziehbar. „Kalte Haut“ war für mich ein super spannendes Leseerlebnis und eins meiner Highlights im Jahr 2012!!

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