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Rezension „Vollendet“ von Neal Shusterman

Erscheinungstermin: 1. August 2012
Der 16-jährige Connor hat ständig Ärger. Risa lebt in einem überfüllten Waisenhaus. Lev ist das wohlbehütete Kind strenggläubiger Eltern. So unterschiedlich die drei auch sind, eines haben sie gemeinsam: Sie sind auf der Flucht. Vor einem Staat, in dem Eltern ihre Kinder im Alter von 13 bis 18 Jahren umwandeln lassen können. Die Umwandlung ist schmerzfrei. Jeder Teil des Körpers lebt als Organspende in einem anderen Organismus weiter. Aber wenn jeder Teil von dir am Leben ist, nur eben in jemand anderem … lebst du dann, oder bist du tot?
 
 
 
 

„Vollendet“ von Neal Shusterman ist eine spannende, an den Nerven zerrende und interessante Dystopie, an der man nicht vorbei gehen sollte!!

Nach dem Heartland-Krieg, in dem es um Abtreibungen ging, wurde ein Kompromiss der beiden kämpfenden Parteien gefunden, die sogenannte Charta des Lebens. So haben Eltern die Möglichkeit ihr Kind zu kriegen (kein Kind wird mehr abgetrieben) aber sie können sich immer noch dazu entscheiden das Kind im Alter von 13-18 Jahren „umwandeln“ zu lassen. Welch nettes Wort dafür, dass das Kind schmerzfrei (wer weißss das schon) operiert und alle Teile des Körpers an andere Menschen gespendet wird. So kann noch so jedes auffälliges, aufmüpfiges Kind einem guten Zweck dienen.

Connor, Risa und Lev sind diese sogenannten Wandler.

Connor ist aufmüpfig, Risa ist ein Waisenkind für den der Staat keine Gelder mehr hat und Lev ist ein Kind strenggläubiger Eltern, die ihr Kind für den guten Zweck opfern.

Das Leben der drei ist vorherbestimmt und sie sollen ins Erntecamp.

Connor will aber leben und entschließt sich zur Flucht und um den Kampf um sein Leben und genau hier trifft er auf Risa und Lev.

Selten hat mich ein Schreibstil so gepackt und es mir und meinem Kopfkino so leicht gemacht. Ich sah Connor und seine Eltern, ich sah seine Flucht und die Wälder.. alles. Ich war mitten drin. So mittendrin, dass ich sogar Nachts von der Geschichte geträumt habe und Teil dessen wurde.

Die Charaktäre sind alle wunderbar ausgearbeitet, alle haben Ecken und Kanten und sind Menschen, wie man sie kennt und wie man sie gerne kennen lernen möchte. Neal Shusterman hat sich hier wirklich Gedanken um seine Protagonisten gemacht und selbst die Nebenfiguren sind sehr gut ausgearbeitet und geben so ein klares Bild ab, das man wirklich denkt, man kennt diese Personen wirklich.

Die drei Hauptfiguren sind mir auch alle sehr ans Herz gewachsen und ich habe mitgelitten und mitgefiebert und bis zum Ende habe ich gehofft und gebangt.

Es gibt einige Szenen, die mir auch nachher immer noch nicht aus dem Kopf gehen. Diese beziehen sich auf das Erntecamp. Ich war teilweise wie paralysiert und habe nur den Kopf geschüttelt und mich fats schon dazu gezwungen weiter zu lesen, so nah ging mir das. SUPER! Es war weder ekelig noch sonst was, aber ich konnte mir das alles so gut vorstellen.

Das Ende ist ein Ende, für all die die Trilogien nicht mögen.

Aber es geht weiter und ich freu mich jetzt schon sooo sehr darauf!! Ich kann es kaum erwarten.

Ich lese Dytopien sehr gerne und dies ist die bisher Beste die ich gelesen habe!

Absolut fesselnd, toller Schreibstil, super Figuren, interessante Schauplätze und und und.

Ein Highlight!!!!

Lest es!!!!

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